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Mittwoch, 29. September 2010

Leseprobe: Wie im Film - Hanna Julian

Herzlichen Dank an den Dead Soft Verlag für die Leseprobe!


Verlag: Dead Soft Verlag

Klappentext:
Als Daniel sich bei einem Gay-Porno-Casting Hals über Kopf in den überaus attraktiven Eric verliebt, lädt er ihn in seine Wohnung ein. Auf eine heiße Nummer in Daniels Küche folgt die Ernüchterung. Eric, der bereits zugegeben hat, ein Dieb zu sein, lässt Daniels Bildband mitgehen. Doch das Buch ist nicht das Einzige, was der unwiderstehliche Eric geklaut hat, denn so ganz nebenbei hat er noch Daniels Herz gestohlen.


LESEPROBE:

Das Licht im unteren Flur flackerte schon wieder. Den Aufzug mied Daniel meist, und so stiefelte er die Treppen hoch, um in die dritte Etage zu gelangen. Als er den entsprechenden Flur betrat, sah er einen Mann, der an seine Wohnungstür gelehnt dastand und wartete. Daniels Puls beschleunigte sich, als hätte er gerade einen Spurt ins dreißigste Stockwerk statt ins dritte hingelegt.

Eric wandte ihm langsam sein Gesicht zu; unter seinem Arm klemmte ein großes Buch. Daniel beschwor sich, ruhig zu bleiben. Er durchsuchte den Schlüsselbund umständlich nach seinem Wohnungsschlüssel und ließ ihn dann natürlich prompt auf den Boden fallen. Während er sich bückte, sah er, wie Eric sich von der Tür löste und auf ihn zukam. „Hi“, sagte sein überraschender Besucher leise.

Daniel richtete sich auf, streifte mit seinem Blick diese verdammt blauen Augen und murmelte: „Hey.“ Er räusperte sich und ging dann um Eric herum, seinen Stolz mühsam zusammenhaltend, der durch den meerblauen Anblick wie Sand weggetragen wurde.

„Ich wollte dir das Buch wiederbringen, das ich mir von dir geliehen habe.“

„Geliehen“, echote Daniel dumpf und stieß seine Tür mit einem mächtigen Ruck auf, sodass sie gegen die Wand knallte.

Eric, der ihm gefolgt war, trat erschrocken einen Schritt zurück. „Du wusstest, dass ich es zurückbringe“, brachte er leise hervor.

Daniel wandte sich zu ihm um und sah ihn zornig an. „Wusste ich das?“

Nun wich Eric seinem Blick aus.

„Komm rein“, knurrte Daniel.

„Bist du dir sicher?“, fragte Eric und blieb im Flur stehen.

„Ja, ich bin mir sicher“, gab Daniel so genervt wie möglich zurück.

Eric betrat hinter ihm die Wohnung und während er das Buch auf den Wohnzimmertisch legte, murmelte er: „Ich hatte den Einband da gelassen ... ich dachte, dadurch weißt du, dass ich das Buch nicht stehlen wollte.“

„Du hast eine merkwürdige Logik“, erwiderte Daniel. Nach einem Zögern sagte er: „Das Buch war mir so was von egal.“

Eric zuckte mit den Schultern. „Nun hast du es jedenfalls zurück und ich bin dir nichts mehr schuldig.“

Ein scharfer Stich durchzuckte Daniel bei diesen Worten. „Es tut mir leid, Eric. Das, was in der Küche passiert ist.“ Er überlegte, dann korrigierte er: „Stimmt nicht, davon tut mir keine Sekunde leid, nur die Art und Weise, also ...“, er brach verzweifelt ab und strich sich durch das dunkle Haar.

Eric nickte verstehend und erwiderte: „Du hattest recht, jeder andere auf der gegenüberliegenden Seite hätte uns auch sehen können. Es tat nur weh, zu wissen, dass ihr über mich sprechen würdet. Es gibt nicht gerade viele Leute, die gut über mich reden.“

„Wovor hast du solche Angst?“, fragte Daniel sanft.

Eric schüttelte den Kopf und schwieg, dann wandte er sich zum Gehen.

Mit einem einzigen Schritt war Daniel bei ihm, zog ihn zu sich herum und drängte ihn an die Wand, während seine Hände den Nacken des anderen Mannes umfassten. „Geh nicht ... geh nicht ...“, flüsterte er wieder und wieder, hauchte dieses Flehen auf Erics Lippen und näherte sich ihnen, um sie stürmisch zu küssen. „Geh nicht“, wisperte er dann wieder, vergrub seine Finger in den blonden Haaren und atmete tief den Geruch des anderen ein.



Quelle von Cover, Klappentext und Leseprobe: Dead Soft Verlag

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