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Freitag, 24. Dezember 2010

Das ganz besondere Weihnachtsfest!!!

Ich wünsche euch allen fröhliche und besinnliche Weihnachten!

Wie jedes Jahr gab es auch heuer die NÖN Märchengala, bei der junge Leute ihr Können durch das Schreiben kreativer Weihnachtsmärchen unter Beweiß stellen konnten. Über 4.500 Märchen wurden eingereicht und das Märchen von meinen Bruder Peter wurde mit 11 anderen von einer Fachjury ausgewählt. Er hat zugestimmt, dass ich es heute zur Feier des Tages hier posten darf, damit auch ihr in den Genuss dieses Märchens kommen könnt.  



Das ganz besondere Weihnachtsfest!!!

Dicke Flocken fielen vom Himmel und deckten die Erde mit einem weißen Mantel zu. Überall leuchtete Weihnachtsbeleuchtung und es roch vom nahen Weihnachtsmarkt nach Punsch und Lebkuchen. Es war drei Tage vor der großen Bescherung.
Ein Junge ging die Hände tief in den Taschen vergraben des Weges. Er sah aus, als ob er die Schönheit des Wintertages gar nicht zu bemerken schien. Ab und zu schaute er in ein Schaufenster, aber als er an seinem Lieblingsgeschäft vorbei kam presste er sein Gesicht ans Schaufenster und dachte traurig, er bekäme doch sowieso nicht das Geschenk das er sich so sehnlichst wünschte, ein neues Handy. Zornig stieß er mit dem Fuß in den Schnee. Jedesmal wenn er seinen Wunsch äußerte, hört er seine Eltern sagen, dass das Handy einfach zu teuer sei und er brauche sowas sowieso nicht.
Am Nachhauseweg kam er an einem kleinen, alten Haus vorbei. In diesem Haus wohnte ein alter etwas schrulliger Mann namens Herr Kalietri, der selten bis gar nicht das Haus verließ. Doch heute stand er in seinem Vorgarten und rief wie verrückt: „ Fipsi! Fipsi ! Komm her du wirst dir sonst den Tod holen“.
Als der alte Mann den Bub sah, bat er ihn, ob er ihm helfen könne. Der Junge überlegte eine Weile, weil seine Mutter gesagt hatte, er solle nicht mit Fremden reden. Aber er entschloss sich dem alten Mann doch zu helfen. Der Bursche sprang über den Gartenzaun des alten Mannes worauf dieser erklärte, dass sein Vogel entflohen war. Danach erklärte er den Bub das Fipsi ein Papagei ist. Gemeinsam suchten sie den Vogel. Als der Junge das Tier auf einem Ast fand, brachten die Beiden ihn zurück in seinen Käfig. Erleichtert fragte der Alte den Burschen, ob er noch einen Tee und Kuchen wolle. Als er nickte bat er ihn in sein Wohnzimmer. Als der Bub den Raum betrat öffneten sich seine Augen weit. In dem Raum befanden sich sehr viele alte aber trotzdem coole Sachen, zum Beispiel ein Teil von einem alten Boot, viele Bilder und andere Besitztümer. Überall waren Fotos und Bilder aus allen Teilen der Welt. Mit offenem Mund betrachtete der Junge alles, der alte Mann erzählte von seinen langen Reisen quer durch die ganze Welt, als Kapitän eines großen Schiffes hatte er die ganze Erde bereist. Wilde Piraten, einsame Inseln gefährliche Meutereien hatte er auf hoher See erlebt. Doch als er pensioniert wurde verlor er den Kontakt zu seinen Mittmenschen und wurde sehr einsam. „Ohne meinen Vogel wäre ich total einsam“, sagte er sehr leise. „Einsam, einsam“ krächzte der Vogel. Mit offenem Mund lauschte der Bub. „Der kann ja sprechen“, stotterte der Junge. „Natürlich“ sagte der Kapitän stolz. Etwas später schaute der Bub auf die Uhr und erschrak, er sagte, er sei schon spät dran. Er bedankte sich und ging nach Hause.
Der alte Mann ging ihm nicht mehr aus dem Sinn. Am Tag der Bescherung nach dem Essen sollte der Junge die Weihnachtsgeschichte vorlesen, doch plötzlich ließ er das Buch sinken und begann von seiner Begegnung mit dem Kapitän zu erzählen. Seine Eltern hörten zuerst überrascht und dann gespannt zu. Am Ende meinte der Bub: „Ist Weihnachten nicht auch das Fest der Nächstenliebe?“. Wortlos nahm der Vater des Jungen seinen Mantel und fragte ob jemand mit fahren wolle? Der Junge fragte, wohin er mittfahren solle. „Tja alleine hole ich Herrn Kalietri sicher nicht!“, sagte der Vater mit humorvoller Stimme „ Es ist Weihnachten das Fest der Liebe und Freundschaft. Jubelnd fiel ihm der Junge um den Hals. Es wurde das schönste Weihnachtsfest für alle.

Und der größte Wunsch des Jungen, das Handy, werdet ihr euch jetzt fragen? Was ist schon ein Handy gegen Piraten, Weltumsegelungen und sprechenden Papageien, grinste der Junge.
 
Quelle: Peter Gassner "Das ganz besondere Weihnachtsfest" Dezember 2010

Kommentare:

  1. Eine schöne Geschichte, die dein Bruder da geschrieben hat!
    Ich wünsche dir und deiner Familie ein schönes Weihnachtsfest!
    LG, Evi

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  2. Ich wünsche dir ein wunderschönes Fest, liebe Marina!

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  3. Ich wünsche dir wunderbare Weihnachtsfesttage!! :)

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