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Bücher, Hörbücher & Infos zu Serien

Dienstag, 31. Mai 2011

Neues von Maya Banks (KGI Serie)

Es gibt neue Infos zum 4. Teil der KGI Serie von Maya Banks:

Whispers in the Dark wird im Jänner 2012 erscheinen und nun sind auch das Cover und der Klappentext online:

She came to him when he needed her the most

She came to him at his lowest point. The voice of an angel, a whisper in the dark. She’s the only thing that gets Nathan Kelly through his captivity, the endless days of torture and the fear that he’ll never return to his family. With her help, he’s able to escape. But he isn’t truly free, because now she’s disappeared and he’s left with an all-consuming emptiness as he struggles to pick up the pieces of his life. Did he imagine his angel? Or is she out there, needing his help as he’d once needed hers?

Now he rushes to save her before it’s too late

Shea has been on the run from people who will stop at nothing to exploit her unique abilities. She never wanted to drag Nathan, who’d already suffered so much, into danger, but she doesn’t have a choice so she reaches out to him for help. Finally face-to-face after having already formed a soul-deep bond in hell, their emotional connection is even more powerful than their telepathic one. Nathan refuses to consider ever letting her go again, but she worries they can never have a life free of the dangers that dog her every step. He’ll protect her with his every breath, but can he convince her that they are meant to face these threats together?

Quelle von Klappentext und Cover: Berkley

Sara Grant - Neva

Originaltitel: Dark Parties
Verlag: PAN (März 2011)

Klappentext:
Die 16-jährige Neva hat es satt, keine Antworten auf Fragen zu bekommen, die sie nicht einmal laut stellen darf: Warum wird ihr Heimatland von einer undurchdringbaren Energiekuppel von der Außenwelt abgeschottet? Warum verschwinden immer wieder Menschen spurlos? Und was ist mit ihrer Großmutter geschehen, die eines Tages nicht mehr nach Hause kam? Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Sanna beschließt Neva, Antworten zu verlangen und nicht mehr brav alle Gesetze und Regeln zu befolgen. Doch dabei verliebt sie sich nicht nur in den einen Jungen, der für sie tabu sein muss – sondern gerät auch in tödliche Gefahr …
Quelle von Klappentext und Cover: Pan

Meine Einschätzung:
Die sechzehnjährige Neva lebt in einer Zeit in der die Menschen in ihrem Heimatland unter einer undurchdringbaren Kuppel. Das Regime stellt dies als Vorsichtsmaßnahme und zum Schutz des Volkes dar, allerdings wird immer klarer, dass es das eigentliche Ziel ist, die Menschen davor zu verhindern, das Land verlassen zu können. Durch diese Abschottung werden im Laufe der Jahr Ressourcen und Rohstoffe immer knapper. Als auch immer wieder Menschen spurlos verschwinden und auch ihre Großmutter nicht mehr auffindbar ist, beschließen Neva und ihre Freundin Sanna etwas zu unternehmen. Sie wollen Antworten finden und starten einen stummen Protest. Doch nicht nur die politische Lage des Landes scheint gefährlich zu sein, denn Neva verliebt sich ausgerechnet in einen Jungen, der für sie verboten ist…

Sara Grant hat für ihren Young Adult Roman einen interessanten Plot gewählt, der derzeit stark im Trend liegt. Die Autorin beginnt mitten in der Geschichte und spart sich lange Erklärungen, doch gerade der Beginn verläuft holprig. Der Schreibstil kann nicht überzeugen und wirkt gekünstelt und holprig. Die Aufmachung des Buches gelungen, die Geschichte an sich ist recht aufweckend und faszinierend. Die Heldin Neva wird recht gut gezeichnet und dargestellt, allerdings bleiben die anderen Protagonisten eher blas. Daraus ergibt sich ein eher mittelprächtiger Roman, mit guter Grundidee und eher schwachen Umsetzung.

Bewertung:
2,5 von 5 Punkten



Montag, 30. Mai 2011

Irina Meerling - Toy Boy - Gefährlich heißes Spiel

Verlag: Dead Soft (April 2011)

Klappentext:
Den Neustart am elitären Broomstick-Internat hatte Alex sich anders vorgestellt. Der junge Elementen-Magier gerät ausgerechnet in die Fänge des gut aussehenden, berechnenden Kayen, der ihn in ein seltsames erotisches Spiel verwickelt. Bis Alex kurz davor ist, wieder einmal alles zu verlieren ...
Quelle von Klappentext und Cover: Dead Soft Verlag

Meine Einschätzung:
Der junge Alex wechselt in das Broomstick-Internat wird von einem dunklen Ereignis überschattet: Kayen! Dieser Magier demütigte ihn einst und nun hassen sich die beiden. Leider besucht auch Kayden dieses Internat und so laufen sich die beiden immer wieder über den Weg! Die Spannung zwischen den beiden steigert sich, bis Alex Kayden nicht mehr widerstehen kann und ihm ganz verfällt. Obwohl sich Alex geschworen hat, sich nicht mit Kayden einzulassen, kann er doch nicht widerstehen und eine nie gekannte heiße Leidenschaft entbrennt, die beide zu verbrennen droht...

In ihrem Debüt Roman präsentiert Irina Meerling einen erotischen Roman, der in einem Internat angesiedelt ist. Die Helden kennen sich bereits zu Beginn des Buches und der Leser erfährt in kurzen Rückblenden die Vorgeschichte der beiden. Obwohl es zwei Hauptprotagonisten gibt, liegt der Fokus mehr auf Alex als auf den geheimnisvollen Kayden und durch die schnelle Annäherung der beiden, verliert die Figur Alex kurz an Glaubwürdigkeit, da er einerseits vorgibt den Helden zu hassen und andererseits Kayden dann recht schnell verfällt. Trotzdem sorgt die Geschichte durch den angenehmen Stil der Autorin und den vielen erotischen Szenen für kurzweilige Unterhaltung.

Leseprobe: Toy Boy

Bewertung:
4 von 5 Punkten

Donnerstag, 26. Mai 2011

Janet Chapman - Küss niemals einen Highlander

Verlag: Blanvalet (November 2008)
Originaltitel: Only with a highlander

Klappentext:
Eine Liebe, die die Grenzen von Raum und Zeit sprengt
Als der attraktive Matt Gregor die temperamentvolle Winter MacKeage bittet, ihm bei der Gestaltung seines Hauses zu helfen, ist es um sie geschehen. Noch nie hat ein Mann sie so leidenschaftlich angezogen, wie dieser geheimnisvolle Fremde, der erst vor kurzem nach Pine Creeks kam. Aber darf sie für den einzigen Mann, den sie jemals wirklich begehrte, ihre Bestimmung verraten?
Quelle von Cover und Klappentext: Blanvalet

Meine Einschätzung:
Als Winter MacKeage den unglaublich attraktiven Matt Gregor zum ersten Mal sieht, spürt sie eine besondere Verbindung zwischen ihnen. Aus Matt fühlt sich zu der jungen Frau hingezogen, doch er ist nicht ohne Grund nach Pine Creek gekommen, er muss eine Aufgabe erfüllen, doch dazu braucht er Winters Hilfe. Währenddessen spürt Vater Daar, ein alter Druide, dass sein Lebensbaum immer schwächer wird. Deshalb bittet er Robbie MacBain und Greylen MacKeage um Hilfe. Doch aus die beiden können dem Baum nicht helfen, die einzige, die Helfen könnte wäre Winter, aber dazu müsste sie ihr Erbe antreten und Druidin werden, doch das würde auch bedeuten, dass es keine Liebe in ihrem Leben geben darf. Wie wird sich die junge Frau entscheiden?

Endlich geht die Highland Saga weiter und der Leser erfährt weitere Infos aus der Vergangenheit und lernt neue Personen kennen. Janet Chapman ist wieder ein wunderbarer Roman gelungen, den ich gerne gelesen habe. Man trifft auch viele andere Personen aus den anderen Teilen wieder, aber Winters Geschichte hat mir besonders gut gefallen. Wenn jemand die Serie noch nicht kennt, dann würde ich mit dem ersten Band beginnen, da in den anderen schon sehr viel über die Vorgänger verraten wird.

Teil 1: Das Herz des Highlanders
Teil 2: Mit der Liebe eines Highlanders
Teil 3: Der Ring des Highlanders
Teil 4: Der Traum des Highlanders
Teil 5: Küss niemals einen Highlander
Teil 6: In den Armen des Schotten

Bewertung:
5 von 5 Punkten



 

Mittwoch, 25. Mai 2011

Leseprobe: Sarah Schwartz - Mermaid's Kiss

Ich habe gerade die Leseprobe zu dem neuen Roman von Sarah Schwartz entdeckt und auch das schöne Cover machen mich total neugierig! Ich muss gestehen, ich habe noch keinen erotischen Mermaid Roman gelesen und bin echt gespannt wie die Autorin diesen interessanten Plot umgesetzt hat. Zum Glück wird das Buch bald im Plasir d'Amour Verlag erscheinen!


Sarah Schwartz - Mermaid's Kiss

Der Kuss einer Meerjungfrau ...

Aufruhr im Meereskönigreich Makuun: Die unwissenden Menschen wollen ihnen ein künstliches Riff als Touristenattraktion vor die Haustür bauen. Das muss mit allen Mitteln verhindert werden. Prinzessin Aylin und ihr Kumpel, der Seevampyr Klavius, werden an Land geschickt, um den Bau zu verhindern. Aylin kommt dies gelegen, denn Prinz Damaskus, der sie mit orientalischem Temperament umwirbt (er spekuliert auf den Job als künftiger König), fällt ihr zunehmend lästig.

Aufgetaucht im schicken Urlaubsresort auf den Malediven, genießen die als Umweltaktivisten getarnten Aylin und Klavius erst einmal die Vorzüge der Menschenwelt in vollen Zügen: Sterne- statt Glibberküche, Pornokanal und Wasservergnügungspark.

Doch Aylins eigentlicher Auftrag gestaltet sich schwieriger als gedacht, denn sie erkennt in Marc, dem attraktiven Leiter des Riff-Projekts, den Mann wieder, den sie einst vor dem Ertrinken gerettet hat und nie vergessen konnte. Aber trotz ihrer Verführungskünste macht Marc keinerlei Anstalten, von seinem Projekt abzulassen ...

Leseprobe:

„Achtung! Kurierdienst!“ Eine Horde Seepferdchen zog durch das Wasser an Aylin vorbei, die neben ihrem Freund Klavian wartete, bis der Trupp vorüberzog. Die Tiere hielten in den zusammengerollten Schwanzenden Nachrichten aus geflochtenem Seegras und wasserfester Marsi-Tinte. Sie sprengten mit ihrem Vorwärtseilen eine Trötfamilie auseinander, die behäbig über die Muschelgasse kroch. Die schildkrötenähnlichen Wesen kugelten in ihren Panzern in alle Richtungen über die Muschelgasse davon. Das jüngste Trötkind prallte gegen einen großen Stein, landete auf dem Rücken und paddelte mit den Flossenfüßen hilflos umher. Es dauerte vier Versuche, bis es sich wieder gefangen hatte und richtigherum schwamm.


Die Tröts waren für ihre Toleranz und ihre Ausgeglichenheit bekannt. Obwohl sie sprechen und sogar geringfügig Magie wirken konnten, riefen sie den Seepferden keine wütenden Rufe oder Rachezauber nach. Die älteste Tröt sah sich lediglich nach ihren fünf Kindern um, nickte mit dem langen Kopf, als sie sah, dass alles in Ordnung war, und setzte ihren Weg unbeirrt fort. Ihr Panzer schillerte perlmuttfarben und sandte beruhigende Signale an den Nachwuchs, der langsam die Hälse aus dem Panzer streckte und ihr folgte.

„Es heißt Kurierdienst, nicht Terrortruppe!“ Klavian schüttelte den Kopf mit den schütteren, blauschwarzen Haaren und zeigte seine spitzen Zähne, wie er es immer tat, wenn er sich ärgerte. „Was bilden sich diese Seeteufel eigentlich ein? Sie meinen wohl, ihnen gehört die ganze Stadt. Die armen Tröts.“ Er starrte hinter dem Kurierdienst her zu einer größeren Villa aus roten Korallen, die im Schatten des goldenen Meerespalastes mit seinen sieben gewundenen Türmen lag und wie Granat schimmerte. Darin wohnte eine Seejungfrau, die Klavian schon länger begehrte, die sich als Tochter eines Obersten des Rates aber niemals mit ihm einlassen würde. Zum Glück verkörperte es keine ernsthafte Liebschaft. Klavian begehrte jede freie Seejungfrau außer Aylin. Sie war für ihn eher eine Ziehtochter und Freundin.

Sie stieß ihm mit dem Ellbogen in den fülligen Bauch über dem rötlichen Fischschwanz. „Vergiss die Seepferdchen, Klavian, und sag mir lieber, wohin du mit mir möchtest.“

„Das kann ich nicht sagen. Es ist eine Überraschung. Und wenn ich es sage, ist es keine Überraschung mehr, also ...“

Aylin strich sich durch das lapislazuliblaue Haar und kicherte, noch ehe er ausredete. „Du willst zu den Liebespalästen.“

Der dickleibige Seevampir ließ den Kopf sinken und schloss seine dunklen Augen. Er gehörte einer höchst seltenen Meeresgattung an und es gab einige Bewohner im Palast, die nie müde wurden zu erwähnen, wie degeneriert Klavian sei. Er war zwar ein Seevampir und sollte sich eigentlich gemäß seiner Natur und dem Vorbild seiner Vorfahren vom Blut der Meeresbewohner ernähren, aber er mochte nicht einmal Fischblut. Alles Glitschige und Blutige widerte ihn an. Deshalb wurde er auch von der Gemeinschaft akzeptiert und hatte es bis zur Rolle von Aylins persönlichem Begleiter gebracht. Als er sprach, blitzten seine spitzen Eckzähne auf. „Okay, will ich. Wer hat es dir verraten? Bestimmt dieser geschwätzige Doktorfisch, der sich für einen Psychiater hält! Der sollte sich echt mal selbst einweisen. Oder die fette Qualle, die mit ihren Diäten nie nachkommt? Nein, warte, ich weiß schon. Tritoria hat dich gewarnt.“

Aylin lachte. „Nein, niemand hat es verraten. Ich bin von selbst darauf gekommen.“ Klavian wollte sehr oft zu den Liebespalästen, die Aylin kaum interessierten. „Aber nun, wo ich es weiß, kann ich etwas Sinnvolleres machen. Muschelhäuser suchen zum Beispiel. Oder Algen zählen. Oder schlafen.“

Sie wollte sich abwenden, und er packte eilig ihren Arm. „Nein, nein, nein!“, brachte er rasch hervor. „Du musst mitkommen.“ Er zerrte sie in die Richtung der Liebespaläste, und mit seinen großen Kräften gelang es ihm tatsächlich, sie mit sich zu ziehen, auch wenn sie mit voller Kraft dagegen hielt. Er überragte sie um einen Kopf, und wenn er sich etwas vorgenommen hatte, war er schwer aufzuhalten.

Sie machte einen Schmollmund. „Was soll ich denn da? Da machen sich alle Beine. Das ist ekelhaft.“

Er grinste und zerrte sie unbeirrt weiter. „Du machst dir auch ganz gern Beine, Prinzessin. Spiel bloß nicht die Kostverächterin.“

Aylin wurde an einer Kette aus niedrigen Muschelhäusern vorbeizogen, die ganz in der Nähe der steinernen Stadtmauern lagen, und in denen hauptsächlich Wachpersonal samt Familie lebte. Da sie einen Moment über seine Worte nachdachte, ließ ihre Gegenwehr nach und sie kamen schneller voran. Ja, es stimmte. Sie machte sich oft Beine, und das sogar, obwohl sie in diesem Fall ein Verbot brach. Sie ging fast jeden Abend an Land zu den Menschen in die andere Welt. Es schien ihr, als könnte sie den Geschmack eines scharfen Chili auf der Zunge spüren, als sie daran dachte, wie sie mit Klavian heimlich hinaufging, um sich an den Resten des Hotel-Buffets zu laben. Es gab nichts Besseres in ihrem Leben als stundenlang die verschiedensten Gerichte aus aller Welt zu probieren. Für ein gutes Curry war sie bereit, ihre gesamte magische Kraft einzusetzen. Oft schlemmten sie die halbe Nacht hindurch in dem verlassenen Küchentrakt. Ihr absoluter Höhepunkt bestand aus einem selbst zusammengestellten Siebzehngänge-Menü. Danach war es ihr unmöglich gewesen zu schwimmen, und sie hatte sich im Palast fast um einen halben Tag verspätet. Ihre Mutter hatte wenig amüsiert reagiert.

„Aber da geht es um Essen, nicht um Sex“, brachte sie hervor, als die Liebespaläste bereits vor ihnen lagen. Fünf goldene Kuppeln blinkten im Licht der einfallenden Sonne. Die gesamten Liebespaläste waren wie der Palast der Makuuna in Miniatur aufgebaut. Sie konnten gut fünfzig Seemenschen gleichzeitig einen ruhigen Ort ohne Wasser bescheren, an dem sie sich ganz dem Zeugen von Nachwuchs oder schlicht dem Vergnügen hingeben konnten. „Wer kann sich schon ewig von Algen ernähren? Menschen sind eben viel einfallsreicher und die besseren Köche. Das Dinner auf der Insel ist einfach unwiderstehlich.“ Sie dachte an die fünf Gänge, die es manchmal an sogenannten Gala-Abenden gab. Aber auch das Buffet mit den über zehn verschiedenen Gerichten schmeckte herrlich.

„Meine Rede“, stimme Klavian zu. „Trotzdem solltest du die unterseeische Deluxe-Kost nicht verpassen. Meine Güte, Mädchen, du wirst bald verbunden! Reizt es dich denn gar nicht, die Freuden der Liebe kennenzulernen, ehe du an nur einen Meermann gekettet bist? Noch hast du alle Freiheiten.“

„Ein Lammsteak mit Kräutern, Kroketten und Knoblauchsoße, das reizt mich.“

Klavian verdrehte die Augen und zog sie über die Schwelle. Eine dicke Schildkröte sah sie mit argwöhnischem Blick an. Sie war schwer kurzsichtig und misstraute zunächst jedem Ankömmling. Als sie Aylin erkannte, nickte sie majestätisch mit dem langen Hals und winkte sie mit einer Flosse durch. Sie schwammen ins Innere des Gebäudes, das sich in zahlreiche Kammern aufteilte. Die meisten davon waren magisch geschützt und vollkommen wasserfrei.

Klavian führte sie in eine mit Wasser gefüllte Kammer, in der bereits ein blauer Meerschönling mit knielangen Haaren wartete. Der Seevampir grinste. „Das ist Ungvar. Er hat einen Spitznamen, aber den verrate ich dir nicht. Du musst ihn schon selbst herausfinden.“

Aylin musterte Ungvar, der sich stotternd vorstellte, und fragte sich, was ihre Mutter wohl sagen würde, wenn sie wüsste, was sie gerade tat. Sie würde wahrscheinlich missbilligend den Kopf schütteln und ihr einen Vortrag darüber halten, wie sich zukünftige Herrscherinnen im Allgemeinen und sie im Besonderen zu verhalten hatten. Sie hatte zu lernen, zu lernen, und wieder zu lernen, sich auf die Krönung vorzubereiten, und so weiter und so weiter. Zum Glück hatte sie in ihrem Aufpasser Klavian einen Verbündeten gefunden, der es in erster Linie als seine Aufgabe ansah, ihr das Leben zu zeigen, aber da Aylin alt genug war, und Klavian ihr dank seiner Lebenserfahrung tatsächlich viel beigebracht hatte, sah ihre Mutter über diese – aus ihrer Sicht unglückliche – Entwicklung hinweg.

„Ungvar, der Stotterer?“, fragte sie ungnädig und sah, wie sich Ungvars hellblaue Haut dunkelblau verfärbte vor Scham.

Der Meermann hob den Kopf. „Nicht ... ni-icht ganz, Prinz... essin“, brachte er haspelnd hervor.

Aylin schrie auf, als sechs Fangarme aus seinem Oberkörper schossen, nach ihr griffen, sich um ihre Arme und den Rumpf schlangen, und sie zu sich in die Reichweite seiner Arme und Hände zogen.

Klavian lachte dröhnend. „Nein, Ungvar der Vielarmige!“ Er brüllte vor Lachen, und sie warf ihm einen bitterbösen Blick zu.

Gleichzeitig versuchte sie, einen der Fangarme von ihrem Bauch zu lösen. Er hatte sich mit über hundert Saugnäpfchen an ihr festgesaugt.

„Klavian! Was soll das?“ Aus den Augenwinkeln sah sie, wie ihr Freund gemächlich davonschwamm. Anscheinend war die Vorstellungsrunde beendet, und er wollte sie bei den anstehenden Aktivitäten nicht mehr stören. „Klavian!“

Typisch Klavian! Er brachte sie in eine furchtbare Situation und fand es auch noch komisch. Wenn sie das nächste Mal gemeinsam an Land gingen, würde sie sich Abführmittel besorgen und es in sein Essen kippen.

Ungvar presste sie dicht an sich und gab ihr im Wasser Küsse auf das Schlüsselbein. Vier seiner Tentakelarme hoben sie an. „Wir sollten ins Trockene schwimmen, Prinzessin“, schlug er vor und trug sie wie ein Paket mit sich durch eine Muschelschleuse in einen der mit Luft gefüllten Vergnügungsräume. Aylin versuchte die Tentakel zu lösen, aber sie klebten fest. Ungvar verdrehte bei ihren Versuchen stöhnend die Augen, als würde ihn schon diese unwillige Berührung in einen siebten Himmel versetzen. Es schien ihn nicht zu interessieren, ob sie sich mit seiner Behandlung einverstanden gab oder nicht. Seine Tentakel lagen inzwischen allesamt auf ihrer Haut und pressten sich so fest darauf, als wollte er die Bindung nie wieder lösen. Dabei gab er wollüstige Laute von sich.

Aylin spürte ein angenehmes Kribbeln im Unterleib. Klavian hatte immer wieder versucht, sie zu ausschweifenden Orgien zu animieren, oder zumindest zu einer einzigen Stunde mit einem Mann, aber bisher hatte sie widerstanden. Dieses Mal allerdings hatte er sie überrascht, und sie wusste nicht, wie sie damit umgehen wollte. Ungvar war ein Krakling und würde sie so leicht nicht aus seinen Fängen lassen. Außerdem musste sie zugeben, dass sie seinen Oberkörper mochte. Zumindest alles, was keine Tentakel darstellte. Er hatte prächtig gewölbte Muskeln und einen für einen Meermann eher breiten Körperbau. Dennoch ging Klavians Handlungsweise zu weit. Er hätte sie nicht auf diese Weise überfallen sollen.

Sie musste an einen Spruch der Menschen denken: Wer Freunde wie Klavian hatte, der brauchte keine Feinde mehr. Trotzig biss sie die blauen Lippen aufeinander. Natürlich stand sie nicht hilflos da. Ihre Magie als älteste Tochter der Makuuna wäre fähig, Ungvar in handliche Stücke zu zerlegen. Aber wollte sie sich wirklich wehren? Klavian hatte ja recht. Sie hatte nur noch wenige Tage bis zu ihrem Bündnis mit Damis..., Damu..., diesem Meerprinzen, dessen Namen sie sich nicht merken konnte, obwohl sie ihn schon hundert Mal gehört hatte. Vielleicht sollte sie einmal etwas ausprobieren, bevor es zu spät war, und diese ganzen Arme hatten durchaus Vorteile. Sie berührten sie überall zugleich und gaben ihr das Gefühl, von mehr als einem Mann angefasst zu werden. Sie erreichten mühelos völlig verschiedene Bereiche ihres Körpers und drückten behutsam in ihr Fleisch, als wollte Ungvar sie durch Streicheln und Kneten lockern. Das Kribbeln, das sie auslösten, wurde rasch zu einem angenehmen Brennen.

Sie entspannte sich und konzentrierte sich auf ihren Unterkörper. Ungvar gab ein triumphierendes Glucksen von sich, als sich aus ihrem schuppigen Unterleib zwei dunkelblaue Beine samt ihrem Geschlecht ausformten. Auch er ging in Umwandlung, wobei seine Arme und seine Tentakel nach wie vor gemeinsam aus seinem Oberkörper ragten. Einzig sein Unterleib veränderte sich und zwei kräftige Beine bildeten sich aus. Aylin atmete auf, als sie sein Geschlecht sah, das zwar groß war, aber keinen Tentakel bildete. Es schimmerte türkis im Wasser und richtete sich ihr freudig entgegen.

Sie genoss das Gefühl der glatten Tentakel auf ihrer Haut und besonders am Nacken, als sich Ungvar – nun sehr behutsam – von ihrem Oberkörper in Richtung Hüfte vorarbeitete. Zwei seiner Tentakel berührten mit den Spitzen ihre Beine. Kühle Fangarme umschlossen ihre Schenkel und schoben sie auseinander, während ein dritter Tentakel zielstrebig den empfindlichen Spalt zwischen ihren Schamlippen betastete und ihre Klitoris leicht anhob.

Die Lust prickelte. Der Krakling massierte und presste ihren Körper und ihre empfindliche Knospe. Er zeigte sich darin weit unverfrorener und gewandter als in dem Versuch, sie anzusprechen. Schon glitt der dritte Tentakel ein Stück in sie hinein.

„Ich kann das nicht.“ Aylin wich ein Stück zurück. Sie wusste nicht warum, aber sie wollte nicht länger von den Tentakeln berührt werden, auch wenn sein Oberkörper wunderschön aussah und die Lust in ihr wuchs.

„Was hast du?“ Er ließ seine Arme höhergleiten, setzte aber seine Berührungen fort.

„Ich …“ Wie sollte sie etwas für Meermenschen Unübliches Erklären, das sie selbst kaum verstand: Sie sehnte sich nach warmen Händen, die zart wie Federn über ihre Haut strichen. Nach einer dunklen, menschlichen Stimme, die mit ihr sprach, während sie sich auf rauem Sand wälzten, und nach dem Geruch von Haut, der herb und belebend in ihre Nase drang.

Ungvar hielt verwirrt inne, doch noch ehe sie ihm die Chance gegeben hatte, sich von selbst zu lösen, wurde er schon von ihrer leichten, magischen Attacke zurückgeworfen, während Aylin zurückwich. Durch ihren Angriff überrascht, peitschten seine Saugarme unkontrolliert durch die Gegend und umschlangen einander. Ungvar fluchte und quietschte verzweifelt, da sich mehrere Saugnäpfe ineinander gesaugt hatten, und er im Trockenen Probleme hatte, sie zu lösen. Immer wieder riss er heftig an seinen Armen. Er hatte sich selbst gefesselt und ruckte mit dem Oberkörper hin und her, ohne sich befreien zu können.

„Prin... Prinz...essin ...“, stotterte er. „Könn...nntet ihr ...“

Aylin dachte gar nicht daran, ihm zu helfen und suchte das Weite. Sie floh aus dem Luftraum durch die Schleuse, formte ihre Beine um und schwamm mit kräftigen Flossenschlägen durch den Gang, von dem zahlreiche weitere Räume abzweigten. Hinter sich hörte sie, wie Ungvar sie rief. Es gab ein lautes, klatschendes Geräusch, gefolgt von einem Schmerzschrei. Offenbar hatte er sich mit Gewalt befreit. Ob er sie verfolgen würde? Aylin schwamm schneller. Noch lag eine Gangbiegung zwischen ihnen, und sie sah ihn nicht. Hastig tauchte sie in eine weitere Schleuse und merkte verwundert, dass sie nicht mit Luft gefüllt wurde, sondern voll Wasser blieb. Mit einem schnellen Blick durch das transparente Material sah sie, dass Ungvar sie fast erreicht hatte und sie entdecken würde, wenn sie an Ort und Stelle blieb. Ein Teil seiner Arme schillerte rötlich und sah deutlich mitgenommen aus. Er sah sich suchend um, hatte sie aber noch nicht entdeckt. Hastig stieß sie in die Kammer vor und blieb wie erstarrt im Wasser schweben. Vor ihr liebten sich eine Nymphe und ein Wassermann. An der schimmernd graublauen Haut war die Nymphe leicht als Sturmnymphe zu erkennen. Schwarze Pigmentwirbel drehten sich über ihren Körper. Ihr fein modelliertes Gesicht wirkte schön wie ein Sonnenaufgang über dem Meer. Aylin bewegte ihre Kiemen nicht, um kein Geräusch zu machen, und starrte auf das sich innig liebende Paar, das sich langsam, wie in Zeitlupe bewegte. Die schwerelosen Bewegungen im Wasser wirkten so ganz und gar anders als die überstürzte Art von Ungvar. Diese beiden schienen wie unhörbare Musik, und der Anblick ließ sie den Vorfall mit dem Krakling schnell vergessen. Die Nymphe hatte die orangefarbenen Augen weit aufgerissen. Die Farbe ihrer Iris füllte die gesamte Augenfläche, ihre grauschwarzen Haare trieben schwerelos durch die leichten Wellen, als wären sie ein eigenes Wesen. Die Beine hatte sie um den mitten im Raum schwebenden Wassermann geklammert, der ihren Po festhielt und sie an sich zog. Beide legten die Oberkörper erregt klackend zurück. Aylin hörte leise, zärtliche Worte, die sie schaudern ließen. Ob es mit ihrem Meeresprinzen auch so sein würde? Soweit sie gehört hatte, sollte er ganz in Ordnung sein, und wenn er nicht lieben konnte, würde er es noch lernen. Sie wünschte sich, so geliebt zu werden wie diese Sturmnymphe, die völlig losgelöst von allem wirkte und doch ganz eins war mit dem Mann, der sie hielt.

Funkelndes Plankton wirbelte wie ein Silberschleier durch das Halbdunkel. Rhythmisch begannen die beiden, sich zu bewegen. Es sah so einfach aus, als wäre es für diese beiden das Selbstverständlichste der Welt, sich mitten im Wasser zu lieben. Während der Meermann sich ein Stück unter sie sinken ließ, hob und senkte sich die Nymphe, die ihn aufgenommen hatte. Sie hielt die Augen geschlossen und redete nun nicht mehr. Kleine, spitze Laute verließen ihren Mund, die ihre Geilheit und ihre Freude zeigten. Der Mann unter ihr stöhnte lauter als sie, und es wirkte, als würde das gemeinsame Stöhnen in Aylin eine Mauer einreißen. Das Brennen, das sie gefühlt hatte, als Ungvar sie gepackt hielt, kehrte vehement zurück. Sie wünschte sich, wieder Beine auszuformen, um Hand an sich zu legen, und ihre Knospe in die Finger zu nehmen und zu reiben, aber sie wagte es nicht. Auch für sie als Prinzessin waren ihre Untertanen nicht ihr Besitz. Sie musste die beiden erst fragen, ob sie diesen Moment intim mit ihnen teilen durfte, und auch wenn sie das Recht besaß, wollte sie es tief in ihrem Inneren nicht. Sie wollte so geliebt werden wie die Nymphe. Aber dieser Liebhaber war es nicht, den sie sich vorstellte.

Das Wasser schwappte im Raum. Gebannt betrachtete sie das Spiel vor sich, als eine Stimme neben ihr erklang und sie zusammenzucken ließ.

„Sturmnymphen sind die Besten“, sagte Klavian überzeugt.

Eigentlich hätte sie damit rechnen müssen, dass er sie fand. Als ihr Aufpasser würde ihn nur eine Ohnmacht oder der Tod abhalten, nicht zu wissen, wo sie sich befand. Er spürte sie, wie andere eine Wärmequelle fühlten.

Sie sah ihn an und gab ihm einen Klaps auf den Hinterkopf. „Denk nicht mal daran, du weißt, was dann passiert.“

Das Paar ließ sich von ihrem Dialog ebenso wenig stören, wie zuvor von Aylins Eindringen. Sie taten nichts, was ihnen peinlich oder unangenehm vorkam. Trotzdem schämte sich Aylin ein wenig, in die Kammer geschwommen zu sein und den Blick nicht abwenden zu können.

Die Bewegungen der beiden Meermenschen wurden konvulsiv. Die Nymphe zuckte in Ekstase. Es war ein Zustand, in dem sie mehrere Stunden verharren würde.

„Sie ist wunderschön“, flüsterte Aylin andächtig.

Klavian sah sie mitleidig an. „Wann wirst du begreifen, dass du noch schöner bist?“

Sie blinzelte und hob leicht die Schultern. „Ich? Ich bin eben ich. Aber so schön wie sie bin ich nicht. Niemand ist so schön wie eine Sturmnymphe. Sie tragen das Meer und den Wind in sich.“

Das brachte ihn zum Lachen. „Wie du meinst, Prinzessin. Die Seedamen, die es nicht begreifen, sind ohnehin die Angenehmsten. Sie sind weniger überheblich und vergeuden nicht die Hälfte ihres Lebens vorm Spiegel.“

„Gehen wir“, sagte sie leise. „Dieser Raum sollte nur ihnen gehören.“

Klavian verzog bedauernd das Gesicht. „Du bist die Majestät“, sagte er und folgte ihr hinaus. „Ich nehme an, zu Ungvar möchtest du nicht zurück? Oder hat er dich doch beeindruckt?“

Sie sah ihn böse an. „Du hättest ihn nicht auf mich hetzen dürfen. Vermutlich hat er sich ein paar seiner Saugnäpfe ausgerissen, als ich ihn magisch von mir stieß.“

Er grinste. „Das war es ihm sicher wert. Und du kannst ruhig zugeben, dass er dich auch beeindruckt hat. Zumindest ein ganz kleines bisschen.“

Sie seufzte. „Er … ist sehr vielseitig. Trotzdem ist er nicht ganz mein Fall.“

Klavian schüttelte den Kopf. „Manchmal kann ich nicht glauben, dass ich an deiner Erziehung mitgewirkt habe. Du weißt einfach nicht, was gut ist. Kraklinge sind in dieser Gegend selten und kostbar. Aber bitte. Gehen wir lieber, bevor er dich findet.“

Draußen auf dem Gang sahen sie zwei Seejungfrauen, die ihnen entgegenschwammen. Sie musterten Klavian mit großen Augen und kicherten albern. Er versperrte ihnen mit in die Hüften gestemmten Armen den Weg.

„Meine Damen, Sie hörten schon von mir?“

Aylin verdrehte die Augen. Klavians Flirtereien waren sein liebstes Hobby. Es verstieß gegen seine Natur, eine interessierte Seejungfrau an sich vorbeischwimmen lassen, obwohl er nur zu genau wusste, wohin das führte. Würde er dieses Mal klüger sein?

Die Größere der beiden nickte grinsend. Ihre spitzen Lippen verfärbten sich violett vor Aufregung. „Oh ja. Du sollst der beste Küsser im Umkreis von hundert Seemeilen sein.“

Aylin spürte ein ungutes Gefühl im Magen. „Klavian ...“, sagte sie warnend, aber er beachtete sie nicht. Dabei zeigte sich nur zu deutlich, dass die Fremde genau wusste, was sie tat. Ihre violetten Lippen konnten nicht nur andeuten, dass sie aufgeregt war, sondern auch, dass sie etwas im Schilde führte.

Klavian reckte die breite Brust vor und zog den Bauch ein. „Aber ja! Das ist korrekt. Mein Ruf wird mir voll und ganz gerecht. Welche von euch soll ich zuerst beehren?“

„Klavian!“, sagte Aylin lauter, „tu das nicht. Du weißt genau, was dann passiert!“

Die Kleinere schwamm vor und strich sich durch die grünen Haare. Sie missachtete Aylin ebenso wie ihre Begleiterin. „Mich. Küss mich, Seevampir. Ich hatte schon viele, die mich küssten. Wenn du besser als sie alle bist, werde ich es in die Meere hinaustragen und deinen Ruhm mehren.“ Mit gespitzten Lippen streckte sie ihm den Kopf entgegen.

Aylin verschränkte verärgert die Arme vor der Brust. Klavian würde schon sehen, was er davon hatte.

Der Seevampir zog die Grünhaarige an sich und gab ihr einen leidenschaftlichen Kuss auf den Mund. Es dauerte nur Sekunden, bis beide Seejungfrauen hell aufschrien. Sie wichen zurück, warfen sich im Wasser herum und flohen vor dem, was mit Klavian geschah.

Klavian schwoll an. Es geschah schlagartig, nachdem seine Lippen die der Nixe berührt hatten. Er wurde dicker und dicker, bis er ein kugelartiges Gebilde aus Haut und Schuppen darstellte, das hilflos im Wasser trieb, kaum fähig, sich aus eigener Kraft zu bewegen. Sein Bauch war zu einem Wasserball geworden, in den Hals, Schwanz und Beine einsanken. Nur die Schwanzenden und Arme ragten noch heraus und paddelten hilflos im Nassen wie ein Boot mit ausgefallenem Ruder.

„Dasselbe wie immer“, sagte Aylin kopfschüttelnd. „Du willst einfach nicht auf mich hören.“

Während die beiden Seejungfrauen flohen, stieß Aylin den Klavian-Ball vor sich her zum Ausgang des Liebespalastes. Die Schildkröte mit dem langen Hals warf ihr einen verständnisvollen Blick zu. Den dicken Ball erkannte sie trotz ihrer Sehschwierig-keiten auf Anhieb.

„Hat er es schon wieder gemacht?“

„Ja, hat er.“

„Das ist das zweiunddreißigste Mal dieses Jahr.“

„Ich weiß. Sein Gehirn besteht aus verfaultem Plankton, wenn es um Frauen geht.“

Klavian sagte irgendetwas Unfreundliches, aber durch seinen dicken Leib, der teils über seinen Mund quoll, war nicht deutlich zu verstehen, was er wollte. Sie schubste ihn weiter vor sich her, in eine Felshöhle ganz in der Nähe der Paläste. Zum Glück hatten nur wenige Städter den Vorgang beobachtet. Trotzdem würde es wieder einmal die Runde machen, dass der Fluch noch immer auf Klavian dem Fünften lastete.

Aylin trieb im Wasser und wartete, bis ihr Freund wieder auf seine normale Größe schrumpfte.

„Verdammte Meerhexe“, brachte er hervor, kaum dass er sich wieder fähig fand, vernünftig zu sprechen.

Sie nickte zustimmend, auch wenn sie die Meerhexe nicht einmal kannte, die Klavian das angetan hatte.

„Verdammter Fluch“, schimpfte ihr Freund weiter. „Verdammter Schatz. Letztlich läuft alles auf den Schatz hinaus. Wenn der nicht gewesen wäre, hätte ich Selianda nie herausgefordert und ihren Zorn beschworen.“

Vor über dreißig Jahren hatte Klavian der Fünfte die Meerhexe Selianda verführt, um ihr ihren Schatz zu stehlen. Laut seiner Aussage handelte es sich um den größten Schatz des Indischen Ozeans. Leider erwies sich die Hexe als nachtragend und hatte ihn verflucht. Nicht nur, dass er bei jedem Kuss oder sexuellem Kontakt auf das Doppelte seines Umfangs anschwoll, er hatte dank des Fluchs auch vergessen, wo er den gestohlenen Schatz versteckt hatte, und er entsann sich einfach nicht. Ihm fehlten ganze Monate seiner Erinnerung und egal, was er versucht hatte, bislang waren sie nicht zurückgekommen. Außerdem hatte er durch den Fluch Probleme mit seinen Umwandlungen. Zurücknehmen würde Selianda den Fluch jedoch nicht, denn sie starb kurz nach der Verwünschung an Kraftlosigkeit und hatte sich im Tod in eine Felsformation umgewandelt, die seitdem als Mahnmal am Ostrand des Reiches aufragte.

„Aber ein hübsches Ding“, sagte Klavian mit verträumtem Blick, und Aylin wusste sofort, dass er die grünhaarige Meerjungfrau meinte, für die er sich ein Mal mehr zum Gespött der Hauptstadt des Reiches gemacht hatte. „Es hat sich gelohnt. Jeder Zentimeter Schwellung. Ihr Kuss schmeckte so süß wie Wildschweinbraten mit Preiselbeersoße.“

„Sie wusste es sicher“, sagte sie nachdenklich. „Sie wollte es sehen, aber es hat sie doch sehr erschreckt.“ Hexische Flüche kamen seltener vor als faustgroße Perlen. Vielleicht war Selianda für viele Jahrhunderte die letzte große Meerhexe gewesen.

Er ließ den Kopf hängen. „Ich würde so gerne mal wieder eine Meerjungfrau besteigen, aber es ist jedes Mal dasselbe. Immer werde ich zu einer kugelförmigen Volksbelustigung.“

Aylin schloss die Augen und dachte an die gelöste Sturmnymphe zurück. „Ich möchte mit einem Menschen schlafen.“

Klavian schreckte hoch. „Was? Bist du pervers? Was willst du denn von den Trockenschwämmen?“

Sie seufzte. „Seitdem ich damals diesen Jungen küsste, kann ich ihn nicht vergessen. Er hat mich tief in meiner Seele berührt. Ich frage mich, was er heute macht. Als er mich küsste, wusste ich, er will Pilot werden. Wie ein Vogel durch die Wolken gleiten. Ist das nicht wundervoll? Einfach durch die Lüfte fliegen und alle Sorgen unter sich zurücklassen ...“

„Es ist bescheuert.“ Klavian schüttelte den Kopf. „Willst du etwa abstürzen und auf dem Land zerschellen? Fische gehören nicht in die Luft. Ihr Element ist nun einmal das Wasser.“

„Ich bin kein Fisch.“

Er streckte seine Glieder und winkte ab. „Vergiss diesen Jungen endlich. Das ist über zwei Jahrzehnte her. Menschen sind vergesslich und sie sehen und glauben nur das, was ihre Welt ihnen erlaubt. Das Erlebnis mit dir hält er bestenfalls noch für einen Traum, wenn er sich überhaupt daran erinnert. Sicher hat er längst geheiratet, ein Rudel Kinder und den Kopf voller Geld und Leistung, wie das bei den Menschen so ist. Also schlag ihn dir aus dem Kopf. Wir sollten lieber meinen Schatz suchen gehen. Wenn wir ihn finden, können wir uns unser eigenes Restaurant kaufen und die Speisekarte bestimmen. Ich hätte da einige Ideen ...“

Sie lachte. „Schön, dass dein Kopf nicht voller Geld ist. Außerdem glaube ich nicht, dass alle Menschen so sind, wie du sagst. Dieser Junge ist anders. Er hat mich nicht vergessen. Tief in seinem Innern sehnt er sich nach mir, wie ich mich nach ihm.“ Sie schwieg und dachte an das Gefühl zurück, das sie hatte, als sie ihm begegnete. In diesem einen Moment hatte sie gespürt, für diesen Jungen bestimmt zu sein. Sie gehörten zusammen, gegen alle Widrigkeiten. Das Schicksal selbst hatte sich damals mit ihnen verbündet und sie mit einer warmen Strömung gestreift, die von fremden Meeren und dem Aufbruch in eine neue Welt erzählte.

Klavian kniff die bogenförmigen Pigmente über seinen Augen zusammen. „Hör auf, über ihn nachzudenken. Du siehst ja aus, als wolltest du es mit den Meergöttinnen selbst aufnehmen.“

Ein scharfer Pfiff klang durch das Wasser und Klavian wie Aylin zuckten zusammen.

„Mutter“, sagte Aylin niedergeschlagen. Der Pfiff der Verkünder beorderte sie zurück in den Palast. Es gab Regierungsdinge zu tun und ihre Anwesenheit wurde erwünscht. Sie ließ den Kopf sinken. „Dieser nervtötende Pfiff. Ich hasse es jetzt schon, Regentin zu werden. Diese ganzen Pflichten verschließen mir die Kiemen.“

Vielleicht bedeutete der Pfiff, dass ihr zukünftiger Verbundener angekommen war? Der Prinz wurde seit zwei Tagen erwartet. Wenn sie sich mit ihm verband, würde sie das Königreich übernehmen und die Makuuna werden, während ihre Mutter zurücktrat und nur noch als Beraterin tätig sein würde. Trotz aller Vorbereitungen auf dieses Amt wusste sie nicht, ob sie sich dieser Aufgabe gewachsen fühlte und sie drückte sich vor ihren Pflichten, wo sie nur konnte. Leider lief ihre Frist ab. Ihr blieben nur noch sieben Tage in Freiheit, dann wurde sie Makuuna und damit die erste Gefangene ihres Reiches.

Klavian stieß ihr auffordernd in die Seite. „Worauf wartest du? Schwimm schon hin, bevor sie eine Flutwelle losschickt und Panik ausbricht.“

Zusammen machten sie sich auf den Weg zum Palast.




Quelle von Klappentext, Cover, Leseprobe: Plaisir d'Amour

Dienstag, 24. Mai 2011

Emilie Rose - Wenn es Nacht wird in Miami

Originaltitel: Bound by Kincaid Baby
Verlag: Cora, Baccara 202009 (September 2009)

Klappentext:
Mitch Kincaid hat genaue Vorstellungen von seiner Mrs. Perfect: liebevoll, sexy, ein atemberaubend schöner Körper … und auf keinen Fall Carly Corbin! Denn die kühle Blondine ist garantiert genauso intrigant wie ihre Schwester, deren Affäre mit Mitchs Vater nicht ohne Folgen geblieben ist. Doch ob er will oder nicht: Mitch muss ein Jahr lang mit seinem kleinen Halbbruder – und Carly – in der Familienvilla wohnen, sonst ist das Erbe der Kincaids verloren. Und schon am Tag knistert es heiß zwischen Mitch und Carly. In den Nächten kann er für nichts garantieren …
Quelle von Cover und Klappentext: Cora

Meine Einschätzung:
Nach dem Tod von ihrem Vater Everett Kincaid stehen seine Kinder Rand, Mitch und Nadia vor der Wahl alles zu verlieren oder sich an die Bedingungen von dem Testament ihres Vaters zu halten. Dieser hat sich für jedes seiner Kinder eine Aufgabe ausgedacht, sollte einer versagen, verlieren alle ihr Erbe.

Mitch hat die Aufgabe sich um seinen Halbbruder zu kümmern. Sein Vater hatte im hohen Alter eine Affäre mit einer jungen Frau, die ihm nach Mitch Meinung nur ausnehmen wollte. Als die junge Frau schwanger wird zahlt Everett für die Abtreibung, trotzdem behält die Frau das Baby. Doch kurze Zeit später stirbt sie bei einem Unfall mit Fahrerflucht. Rhett, das Baby ist nun bei Carly, bei seiner Tante, der Zwillingsschwester seiner verstorbenen Mutter. Nun nach dem Tod seines Vaters soll sich Mitch um Rhett kümmern. Das Baby muss min. ein Jahr in Kincaid Hause wohnen. Das will Carly nicht zulassen. Nie will sie das ihr geliebter Rhett bei einen kalten, reichen Mann aufwächst. Also zieht auch sie zu Mitch. Womit weder Mtich noch Carly rechnen, ist die starke Anziehungskraft zwischen ihnen, die jeden Tag stärker wird...

Nach dem fantasischen Start habe ich sofot Teil 2 gelesen und wurde nicht entäuscht. Auch dieses Buch ist fesselnd geschrieben und ich mochte alle Personen auf Anhieb. Ich finde es toll, dass Emilie Rose es geschafft hat wieder ein tolle Geschichte zu schreiben, obwohl die Baccara Romane alle nur 156 Seiten haben, fand ich die Geschichte weder zu kurz noch zu oberflächig. Einfach perfekt.

Das Erbe der Kincaids
Teil 1: Ein reizvolles Angebot (Baccara 192009)
Teil 2: Wenn es Nacht wird in Miami (Baccara 202009)
Teil 3: Und plötzlich warst du wieder da (Baccara 212009)

Bewertung:
5 von 5 Punkten

Sonntag, 22. Mai 2011

Barbara DuMont - Lustnächte

Verlag: Plaisir d'Amour (April 2011)

Klappentext:
Bei Vermessungsarbeiten in der Abtei von Landévennec stößt der Architekt und Frauenheld Pierre LeBreton auf ein unbekanntes Dokument der Tempelritter, das den Weg zum verschwundenen Schatz der Templer weisen könnte, und nimmt es an sich. Als die hübsche Historikerin Beatrix mit dem Auto zufällig in seinen Gartenzaun kracht, wird nicht nur Pierres Abenteuerlust durch ihr Wissen über die Templer geweckt, sondern auch sein Sinn nach einer Verführung der besonderen Art. Doch schnell merkt er, dass Beatrix widerspenstiger ist, als er dachte. Während ihrer Schatzsuche werden Beatrix und Pierre in einen Strudel abenteuerlicher Ereignisse gezogen, die die beiden durch halb Frankreich führen. In heißen Lustnächten zieht Pierre alle Register seiner Verführungskünste ...
Quelle von Cover und Klappentext: Plaisir d'Amour

Meine Einschätzung:
Als der Architekt Pierre LeBreton bei Vermessungsarbeiten in der Abtei von Landévennec zufällig ein altes Dokument findet, denkt er sich nicht viel, bis er und beiden Freunde Jean-Luc und Mark herausfinden, dass sich ihr möglicherweise um eine sagenumwobene Schatzkarte handeln könnten, die zum Schatz der Tempelritter, der wahrscheinlich in Rennes-le-Chateau versteckt sein könnte, führen könnte.

Um den Abschluss ihres Studiums zu feiern, macht die junge Historikerin Beatrix eine Reise nach Frankreich und rahmt mit ihrem Auto den Gartenzaun von Pierre. Er ist zuerst wütend, dann ist er fasziniert von der jungen Frau und weiht sie kurzerhand in sein Geheimnis ein. Sofort ist auch Beatrix Feuer und Flamme und beiden begeben sich auf eine spannende, gefährliche Schatzsuche, die sie nicht nur auf die Spur eines der größten Geheimnise der Christenheit führt, sondern für sie beide das größte erotische Abenteuer wird...

Lustnächte ist der erste Roman von Barbara DuMont, der im Plaisir d'Amour Verlag erschienen ist. Schon nach ein paar Seiten kristallisiert sich heraus, dass die Autorin keinen erotischen Roman mit kleiner Handlung verfasst hat, sondern einen gut durchdachten, spannenden Plot präsentiert, der mit erotischen Szenen verfeinert ist. Die Schatzsuche steht klar im Mittelpunkt dieses Buches, das in Frankreich spielt und den Leser auf eine interessante Reise führt, trotzdem kommen die Romantik und die Erotik nicht zu kurz. Die Autorin lässt in diesem Buch Protagonisten zu Leben erwachen, die keines Falls perfekt sind, sondern auch den einen oder anderen Fehler haben.

Bewertung:
5 von 5 Punkten


Samstag, 21. Mai 2011

Michelle Raven - Ghostwalker Serie

Diese sechsteilige Romantasy Serie aus der Feder von Michelle Raven, die bei Lyx erscheint, handelt von einer Gruppe Berglöwengestaltenwandlern, die in einem Nationalpark in Kalifornien versteckt leben. Die Wandler leben in der heutigen Zeit und versuchen unauffällig neben den Menschen zu leben. Als skrupellose Wissenschaftler versuchen die Gesaltenwandler für Experimente gefangen zu nehmen, geraten alle in Gefahr und eine spannende Serie nimmt seinen Anfang. Im Laufe der Serie stellt sich heraus, dass es auch noch andere Gesaltenwandler Clans gibt. Wie beispielsweise Leopardenwandler in Afrika und Adlerwandler in Kalifornien.

In den einzelnen Bänden gibt es eine oder mehrere Liebesgeschichten, die alle pro Band abgeschlossen sind. Derzeit hat Michelle Raven sechs Bände geplant und dann sollte der Handlungsbogen der Hindergrundsgeschichte abgeschlossen sein. Aber es ist nicht ausgeschlossen, dass es vielleicht in Zukunft noch weitere Bände geben könnte.

Kurzgeschichte: Ghostwalker in der Anthologie Mondträume und hier zum Download: Michelle Raven – gratis Ghostwalker - Kurzgeschichte


Teil 1: Die Spur der Katze --- REZENSION
Die Journalistin Marisa Pérèz lebt nach einem Skandal zurückgezogen in den Bergen Kaliforniens. Eines Nachts findet sie einen verletzten nackten Mann auf ihrer Veranda. Sie nimmt sich seiner an und versorgt seine Wunden. Am nächsten Morgen steht die Polizei vor der Tür - in der Nachbarschaft wurde ein Mord verübt. Marisa ahnt nicht, dass der faszinierende Fremde ein Geheimnis hütet, das ihre Welt erschüttern wird ...



Teil 2: Pfad der Träume --- REZENSION
Die Leopardenwandlerin Kainda hat einen Traum: Sie will zurück in ihr Heimatland Afrika. Doch der Weg dahin ist gefährlich. Auf der Flucht vor unbekannten Verfolgern wird sie von einem Lastwagen angefahren und schwer verletzt. In der Tierklinik des San Diego Wild Animal Parks kümmert sich der Tierarzt Ryan Thorne aufopferungsvoll um sie und weckt Gefühle in ihr, die sie längst vergessen glaubte. Doch kann sie ihm vertrauen? Nur im Schutz der Nacht wagt sie es, sich ihm in Menschengestalt zu nähern und lässt Ryan in dem Glauben, die leidenschaftliche Begegnung fände nur in seinen Träumen statt. Als Kaindas Verfolger ihre Spur wieder aufnehmen, muss sie eine Entscheidung treffen ...


Teil 3: Auf lautlosen Schwingen
Die zurückgezogen lebende Amber wird vom Rat der Berglöwen gebeten, den Adlerwandlern eine Nachricht zu überbringen. Dafür überschreitet sie zum ersten Mal die unsichtbare Grenze zwischen ihr und dem Adler Griffin, der sie als Kind vor den Mördern ihres Vaters gerettet hat. Im Gebiet der Adler wird sie angegriffen, und wieder kommt Griffin ihr in letzter Minute zu Hilfe. Zum ersten Mal begegnen sie sich in ihrer menschlichen Gestalt, und erkennen, dass sie sich immer noch zueinander hingezogen fühlen. Aber können eine Berglöwin und ein Adler ein Paar werden? Während sie nach einem Weg suchen, wie sie ihr Leben gemeinsam gestalten können, wird ein Berglöwenwandler von unbekannten Angreifern schwer verletzt und sie begreifen, dass viel mehr auf dem Spiel steht als nur ihre Liebe.



Teil 4: Fluch der Wahrheit
Seit dem Verlust seiner Gefährtin widmet sich Torik ganz seiner Aufgabe als Wächter der Berglöwenwandler. Doch dann erfährt er, dass die Autorin Caitlin Walker einen Liebesroman geschrieben hat, dessen Held ihm bis ins kleinste Detail gleicht. Torik reist nach Montana, um herauszufinden, woher Caitlin so viel über ihn weiß. Als diese von skrupellosen Verbrechern überfallen wird, rettet Torik ihr das Leben und gewinnt damit ihr Vertrauen. Auch wenn er die Menschenfrau eigentlich auf Abstand halten sollte, kommen sich die beiden immer näher. Torik steht vor einer schwierigen Entscheidung, denn die Feinde der Wandler warten nur darauf, erneut zuzuschlagen.



Teil 5: Ruf der Erinnerung
Isabel Kerrilyan wird in Las Vegas von dem zwielichtigen Geschäftsmann Lee entführt. Die Wandlerin Keira, die Isabel beschützen sollte, folgt der Spur der jungen Frau nach San Francisco, begleitet von Sawyer, dem Anführer einer Gruppe von Berglöwenwandlern aus Nevada. Auch der junge Wandler Bowen spürt über seine geistige Verbindung zu Isabel ihre Furcht und schließt sich der Suche an. Doch schnell müssen sie feststellen, dass Lee ein weit gefährlicherer Gegner ist, als sie bisher glaubten.



Teil 6: Tag der Rache
Nachdem die junge Isabel zusammen mit den Wandlern aus seinem Labor geflohen sind, sinnt der Geschäftsmann Lee auf Rache. Er folgt den Wandlern zu einer Auswilderungsstation in Namibia. Vor anderthalb Jahren hatte Harken die Station verlassen, um die Leiterin Mia zu schützen. Nun ist die Löwenwandlerin dennoch ins Blickfeld seines Feindes geraten und ihm bleibt keine Wahl, als zurückzukehren und die Frau zu retten, die er liebt. Doch auch die Berglöwen und ihre Freunde sind in Gefahr, denn Lee lässt diesmal keine Zeugen zurück...


Quelle von Cover: Lyx

Freitag, 20. Mai 2011

Club Noir Serie von Emilia Jones im Sammelband

Gerade habe ich auf der Homepage des Plaisir d'Amour Verlag entdeckt, dass es die drei Romane von Emlia Jones rund um den belgischen Club "Club Noir" in einem Sammelband unter dem Namen Vampire Club geben wird:

Der Band soll voraussichtlich im Juni erscheinen. Das Cover ist bisher noch nicht bekannt und ich bin schon gespannt :)


Club Noir:
In einer geheimnisvollen Brüsseler Bar, dem Club Noir, trifft die einsame Galeristin Jesse Louis, der jedoch zudringlicher wird, als es ihr lieb ist. Der charismatische Andrew McCloud, der sie auf geheimnisvolle Weise anzieht, befreit sie aus der misslichen Lage und Jesse lässt sich von seinen Verführungskünsten mitreißen. Louis hingegen wartet im Hinterhalt nur auf eine günstige Gelegenheit, um an Andrew Rache nehmen zu können.

Was Jesse nicht ahnt: Andrew und Louis sind Vampire und der Club Noir ein Vampir-Club ...

REZI: Club Noir


Blutnächte:
Andrew McCloud übergibt die Leitung des Club Noir dem Vampir Pascal. Insgeheim belächelt Pascal Andrews Liebe zu einer Frau, denn er selbst hält nichts von Frauen. Das ändert sich allerdings, als die Studentin Isabella auf den Spuren des Vampir-Mythos im Club Noir auftaucht. Sie gerät in die Fänge des verräterischen Vampirs Pierre, der Andrews Abwesenheit für seine düsteren Spiele nutzt. Nicht genug, dass Isabella plötzlich zum Auslöser eines Machtkampfes wird, obendrein muss sie sich eingestehen, wie sehr sie sich doch von der Nacht – vor allem aber von Pascal – angezogen fühlt ...


The Black Club, London:
Libba soll den verruchten Damian Black vom Verkauf seines heruntergekommenen Londoner Nachtclubs überzeugen. Doch als Libba den Club betritt, wird sie nicht nur Zeugin hemmungsloser Sexspiele, sondern läuft auch dem mysteriösen Cedric über den Weg. Dieser will Damian Black aus dem Weg räumen.

Während Libba noch glaubt, dass es sich bei dem Verkauf um ein normales Geschäft handelt, braut sich hinter ihrem Rücken ein Krieg zwischen Vampiren und Werwölfen zusammen. Libba gerät in die Schusslinie, und ehe sie sich versieht, ist sie nicht nur nahe daran, ihr Leben aufs Spiel zu setzen, sondern auch ihr Herz.


Quelle: Plaisir d'Amour

Bella Andre - Hotshots - Schatten der Vergangenheit

Originaltitel: Hot as Sin
Verlag: Lyx (Mai 2011)

Klappentext:
Vor zehn Jahren hat sich Dianna Kelley von Sam MacKenzie getrennt. Doch nun braucht sie die Hilfe des gut aussehenden Hotshots. Diannas Schwester wurde entführt. Und Sam ist der Einzige, der sich in den Colorado Rockies gut genug auskennt, um ihr bei der Suche zu helfen. Während ihrer gemeinsamen Ermittlungen kommen sich die beiden wieder näher, und Dianna muss feststellen, dass sie immer noch Gefühle für Sam hegt. Doch schon bald gerät sie in große Gefahr, denn das wahre Ziel des Kipnappers war nicht Diannas Schwester, sondern sie selbst ...
Quelle von Cover und Klappentext: Lyx

Meine Einschätzung:
Vergangenheit:
Dianna Kelley hatte keine einfache Kindheit, sie wuchs mit einer Alkoholkranken Mutter auf und ihre Schwester April wurde in eine Pflegefamilie gegeben. Der Wunsch wieder mit ihrer Schwester vereint zu sein treibt Dianna voran und sie will alles tun um das Sorgerecht zu bekommen. Als sie eines Tages den sexy Feuerwehrmann Sam MacKenzi kennen lernt, verlieben sich beide sofort und beginnen einen heiße Beziehung. Als Dianna schwanger wird, beschließen die beiden jungen Menschen zu heiraten, doch bei einem Unfall verliert Dianna das Baby. Dianna und Sam sind voller Trauer und entfernen sich immer mehr auseinander, bis Dianna ihre Sachen packt und Sam verlässt.

Gegenwart:
Dianna Kelley ist nun eine erfolgreiche Fernsehmoderatorin und hat es auch geschafft ihre Schwester April zu sich zu holen. Doch das Verhältnis der beiden Schwestern ist schwierig und April schließt sich einer dubiosen Kommune an. Nach einem Streit hat Dianna einen Autounfall und kommt ins Krankenhaus. Als Sam hört, dass Dianna einen Unfall hatte, sind die zehn Jahre Trennung wie vergessen und er eilt zu ihr. Dianna kann es kaum fassen und ihr Herz beginnt heftig zu schlagen als sie ihre große Liebe Sam wieder sieht. Ihre Gefühle geraten in ein Chaos und auch Sam fühlt sich wieder zu Dianna hingezogen. Als dann April spurlos verschwindet, bietet Sam Dianna seine Hilfe an und gemeinsam machen sie sich auf den Weg in die Berge um April aus den Händen eines skrupellosen Entführers zu befreien...

Bereits mit ihrem ersten Teil der Hotshots Serie konnte Bella Andre mit ihrem mitreißenden Schreibstil überzeugen, auch im zweiten Band ist dies wieder gelungen. In diesem Band lernen die Leser ein Paar kennen, das eine gemeinsame schmerzhafte Vergangenheit verbindet und diese erst einmal aufarbeiten muss, bevor sie glücklich werden können. Durch kleine Rückblenden, die gut in die Geschichte eingefügt wurden, erfährt der Leser immer mehr aus der Vergangenheit der Protagonisten. Die Suche nach April, die die Protagonisten zu einer gefährlichen Bergtour mit vielen Gefahren und Hindernissen zwingt, wirk zwar etwas konstruiert und unrealistisch, aber wer es hier nicht so genau nimmt, wird viel Spaß mit dem Buch haben.

Mehr Infos zur Serie:
Bella Andre – Hotshots - Firefighters

Bewertung:
5 von 5 Punkten

Samstag, 14. Mai 2011

Verena Rank - Schärfer als Wasabi

Verlag: Dead Soft Verlag (April 2011)

Klappentext:
Sportstudent Nick ist sexy und ehrgeizig. Er genießt die ungeteilte Aufmerksamkeit der Freunde in seiner Wohngemeinschaft und in der Uni. Als der attraktive Halbjapaner Katsuro in die WG einzieht, ist Ärger vorprogrammiert. Der neue Mitbewohner scheint in allem perfekt zu sein: Er hat den Schwarzgurt in Karate, ist klug und höflich und zu allem Übel verliebt sich Nicks beste Freundin Vanessa in ihn. Alle finden Katsuro toll bis auf Nick. Die beiden geraten immer heftiger aneinander, doch streiten ist gar nicht so einfach, wenn die Luft vor Spannung geradezu knistert und plötzlich ungeahnte Gefühle ins Spiel kommen.
Quelle von Cover und Klappentext: Dead Soft Verlag

Meine Einschätzung:
Nick, ein junger Sportstudent, lebt in einer Wohngemeinschaft und fühlt sich wie zu Hause. Er versteht sich gut mit seinen Freunden und auch an der Uni läuft es ganz gut. Bis eines Tages der attraktive Halbjapaner Katsuro in die WG dazuzieht und Nicks Leben vollkommen auf den Kopf stellt! Auf einmal steht nicht mehr er, sondern "Karate Tiger", wie er Katsuro heimlich nennt, im Mittelpunkt. Die Frauen himmeln ihm an und die Männer mögen ihm, das schürt die Eifersucht in Nick umso mehr. Die Aggressionen, die in Nick am kochen sind, werden mit jeden Tag stärker und bald erkennt er sich selbst nicht mehr. Als er spürt, dass sie Spannung nicht nur auf Wut, sondern auch auf Lust zurück zuführen ist, will er nicht wahr haben.

Katsuro kommt von Japan nach München um wie Nick Sport zu studieren und er freut sich, dass er gleich Anschluss in der WG findet. Alle, bis auf Nick, scheinen seine ruhige und höfliche Art zu schätzen. Doch gerade Nick ist es, der sein Herz schneller schlagen lässt. Auch wenn ihm die Frauen zu Füßen liegen, so gibt es nur Männer im Leben des jungen Mannes. Als Nick auf dem Heimweg einer Party überfallen wird, eilt Katsuro ihm zu Hilfe...

Schärfer als Wasabi, der Titel wurde sehr gut gewählt und passt perfekt zum Inhalt des Buches! Die Autorin Verena Rank führt die Leser in die Welt der beiden Studenten Nick und Katsuro und heizt dabei kräftig ein. Mit ihrem modernen und mitreisenden Schreibstil kann man das Knistern zwischen den Hauptprotagonisten regelrecht spüren! Auch wenn mich das Buch nicht gleich von der ersten Seite an gepackt hat und ich erst mit den Helden warm werden musste, ahnte ich doch, dass ich dieses Buch nicht abbrechen sollte, sondern, dass es sich hier um ein Goldstück handelt! Ein Glück für mich, dass ich weiter gelesen habe und so eine wundervolle Geschichte voller Gefühle wie Liebe, Hass und Verzweiflung gelesen habe, die sicher länger in Erinnerung bleiben wird.

Bewertung:

Dienstag, 10. Mai 2011

Nur für kurze Zeit: Gratis Ghostwalker Kurzgeschichte von Michelle Raven!

Seit kurzem ist der vierte Teil rund um die Ghostwalker - Serie von Michelle Raven im Handel erhältlich! Dieses Mal ist Torik der Held des Buches! Für alle, die gerne mehr über die Welt der Ghostwalker erfahren wollen, gibt es nur für kurze Zeit die Chance die Geschichte von Toriks Eltern gratis auf der Homepage von Michelle Raven zu lesen!


Natürlich habe ich mir den vierten Teil der Ghostwalker Serie schon bestellt und warte schon sehnsüchtig auf das Buch!

Michelle Raven - Ghostwalker 04. Fluch der Wahrheit
Seit dem Verlust seiner Gefährtin widmet sich Torik ganz seiner Aufgabe als Wächter der Berglöwenwandler. Doch dann erfährt er, dass die Autorin Caitlin Walker einen Liebesroman geschrieben hat, dessen Held ihm bis ins kleinste Detail gleicht. Torik reist nach Montana, um herauszufinden, woher Caitlin so viel über ihn weiß. Als diese von skrupellosen Verbrechern überfallen wird, rettet Torik ihr das Leben und gewinnt damit ihr Vertrauen. Auch wenn er die Menschenfrau eigentlich auf Abstand halten sollte, kommen sich die beiden immer näher. Torik steht vor einer schwierigen Entscheidung, denn die Feinde der Wandler warten nur darauf, erneut zuzuschlagen.



Quelle von Cover und Klappentext: Lyx
Quelle von Info und Kurzgeschichte: Michelle Raven

Freitag, 6. Mai 2011

Lisa Hendrix - Unsterbliche Liebe

Originaltitel: Immortal Warrior
Verlag: Knaur (April 2011)

Klappentext:
Ivar ist einer von neun nordischen Kriegern, die vor langer Zeit zu ewigem Leben verflucht wurden, abgeschnitten von jeglicher Gesellschaft. Denn mit dem Kommen und Gehen der Nacht verwandelt sich jeder von ihnen in ein Tier, das kaum noch ein menschliches Bewusstsein kennt. Als Ivar gezwungen wird, die junge Adlige Alaida zu heiraten, hat er plötzlich alles, was er sich je ersehnt hat, verführerisch nah vor Augen: ein Heim und eine schöne Frau. Nur wie lange kann er verbergen, dass er sich jeden Tag bei Sonnenaufgang als Adler in die Lüfte erhebt? Doch Ivar will sein neues Leben – und Alaida – -auf keinen Fall aufgeben, nicht einmal, als die dunkle Vision eines Sehers ein furchtbares Unheil vorhersagt!  
Quelle von Klappentext und Cover: Knaur


Meine Einschätzung:
Vor langer Zeit überfielen die Wikinger, angeführt von Brand Einarsson, Britannien und töteten bei einem Überfall den Sohn der Hexe Cwen. Diese verfluchte die neun überlebenden Krieger dazu ewig zu leben und entweder bei Tag oder bei Nacht in Tiergestalt zu leben. Die Zeit verging und die Wege der Krieger trennten sich...

England 1095,
Ivar, einer der Wikinger, der sich jeden Tag in einem Adler verwandelt, hat sich eine neue Identität zu gelegt und verdient seinen Lebensunterhalt als Spion von Willhelm den Eroberer. Dieser ist mit den Leistungen von Ivo de Vassy, so nennt sich Ivar nun, recht zufrieden und schenkt ihm zu Dank Alnwick Castle und gibt ihm die Burgherrin Alaida zur Frau. Ivo freut sich darauf sich endlich zur Ruhe setzten zu können, doch er hat auch große Angst. Wie soll er vor seiner Frau seine Tiergestalt am Tag verbergen? Deshalb nimmt er seine Freunde Brand, der in der Nacht zum Bären wird, und Ari, der am Tag als Rabe lebt und in der Nacht ein Mensch ist, mit. 

Alaida ist alles andere als glücklich, als sie vom König zwangsverheiratet wird. Doch bereits in der Hochzeitsnacht entfacht Ivo ein großes Verlangen in ihr, so dass sie beginnt die Ehe zu genießen. Doch schon am nächsten Tag verlässt ihr Ehemann sie und kehrt erst spät in der Nacht wieder zurück! Von diesem Tag ist er jeden Tag unterwegs und in Alaida wachsen große Zweifel. Welches große Geheimnis verbringt Ivo?

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Romantasy Serien am deutschen Markt und es stellt sich die Frage, kann es da noch neue interessante Serien geben? Diese Frage kann klar beantwortet werden: Lisa Hendrix kann sich trotz der vielen anderen Romane in diesem Untergenre von den anderen abheben! Der erste Teil rund um die Nachtkrieger Serie führt die Leser in eine neue spannende Welt, die so farbenprächtig und faszinierend erzählt wird, dass das Buch nur schwer aus der Hand zu legen ist. Die Geschichte ist in einer Zeit angesiedelt, in der die Kirche mächtig war und Ivo und seine Freunde der Gefahr ausgesetzt waren, für ihre tierische Gestalt getötet zu werden. Dies und die romantische Liebesgeschichte machen das Buch zu einem spannenden historischen Lesevergnügen. Gerade für Fans von historischen Liebesromanen, die in letzter Zeit immer mehr aus den Regalen verschwinden, ist diese Serie sicher interessant. 

Besonders an dieser Serie sind auch die Zeitspannen, die zwischen den Büchern liegen. Spielte der erste Teil im 11. Jahrhundert, so entführt der zweite Band die Leser ins 13. Jahrhundert nach Sherwood Forest zur Zeit von Robin Hood! Leider erscheint der zweite Band nicht wie angekündigt im Herbst, sondern erst im März 2012. Dafür gibt es im Original schon die ersten drei Bände zum Lesen!

Nachtkrieger:
Teil 1: Unsterbliche Liebe 
Teil 2: Ewige Begierde

Bewertung:
5 von 5 Punkten




Montag, 2. Mai 2011

Das neue LYX Herbst/ Winter Programm ist online....

 ...und ich sehe schon, dass ich wieder viel Geld ausgeben werde :) Hier mal die Bücher, die wahrscheinlich auf meinen WZ wandern werden...


Oktober
  • Andre, Bella – Hotshots – Firefighters Band 3: Verhängnisvolle Wahrheit
  • Singh, Nalini – Magische Verführung – Die Vorgeschichte zu den Engeln und Gestaltwandlern (Einzeltitel)
  • Tyler, Stephanie – Navy SEALS Band 2: Entlarvt 
November
  • Brook, Meljean – Die Eiserne See Band 1: Wilde Sehnsucht
  • Butcher, Shannon K. – Blicke nicht zurück (Band 1)
  • Davidson, Mary Janice – Zum Teufel mit Vampiren (Band 9)
  • Naughton, Elisabeth – Gestohlenes Vertrauen (Band 3)
  • Singh, Nalini – Gilde der Jäger Band 3: Engelsblut
Dezember
  • Adrian, Lara schreibt als Tina St. John – Der Kelch von Anavrin Band 1: Das Herz des Jägers
  • Raven, Michelle – Ghostwalker Band 5: Ruf der Erinnerung
  • Rice, Lisa Marie – Gefährliche Wahrheit (Band 3)
Januar
  • Melton, Marliss – SEAL Team 12 Band 2: Gebrochene Versprechen
  • Raven, Michelle – Gefährliche Vergangenheit (Band 3)
Februar
  • Bruhns, Nina – Zero Unit Band 1: Tiefer Fall
  • Harrison, Thea – Im Bann des Drachen Band 1
  • McKenna, Shannon – Sünden der Vergangenheit (Band 4)
  • Palmer, Pamela – Krieger des Lichts Band 4: Ungezähmte Sehnsucht
  • Viehl, Lynn – Darkyn Band 5: Für die Ewigkeit
März
  • Parrish, Leslie – Black CATS Band 3: Dem Tod versprochen
  • Singh, Nalini – Wilde Glut (Band 9)
  • St. Claire, Roxanne – Bullet Catcher Band 4: Adrien
  • Viehl, Lynn – Spiel mit dem Feuer (Band 2) 

Hier gehts zum gesamten Programm: