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Montag, 10. April 2017

Katja Brandis - White Zone - Letzte Chance

Verlag: Beltz & Gelberg (März 2017)

Klappentext:
Sechs straffällige Jugendliche, darunter die 19-jährige Crash, erhalten eine letzte Chance: In einer alten Forschungsstation in der Antarktis sollen sie ihr Leben in den Griff bekommen. Doch das Abenteuer wird zum Höllentrip. Ein Unbekannter bedroht die Gruppe und die unmenschliche Umgebung fordert ihren Preis. Nicht nur Crashs Nerven liegen blank. Als die Jugendlichen schließlich ein japanisches Walfangboot bei seiner grausamen Arbeit beobachten, entsteht ein riskanter Plan, für den sie alles auf eine Karte setzen.
Quelle von Cover und Klappentext: Beltz & Gelberg

Meine Einschätzung:
Antarktis 2030:
Für sechs Jugendlich ist ein Aufenthalt in der Antarktis die letzte Chance. Die sechs straffälligen Teenager erhalten die einmalige Chance ihrem Leben eine neue Wendung zu geben. Dazu reisen die 19-jährige Crash, Fee, Benny, Kaya, Dattel und Seven mit ihren Betreuern Martin und Sara die Antarktis. Dort sollen die unterschiedlichen jungen Menschen in einer alten Forschungsstation Neumayer III untergebracht werden. Die drei Mädchen und die drei Jungs sollen in der unwirklichen und feindlichen Umgebung des ewigen Eises ihr Leben wieder in den Griff bekommen, doch plötzlich wird die Gruppe von einem Unbekannten bedroht. Die Reise, die als Abenteuer begann wird schnell zu einem sehr gefährlichen Albtraum...

"White Zone - Letzte Chance" von Katja Brandis lockt mit einem ansprechenden Cover und einem sehr ungewöhnlichen und vielversprechenden Plot. Der Handlungsort Antarktis lockt mit Pinguinen, unendlicher Weite, Unmengen an Eis und großer Kälte. Der Plot lässt auf facettenreiche Schicksale, interessante junge Menschen und einem spannenden Crime-Anteil hoffen. Leider konnte die Umsetzung des Romans so gar nicht überzeugen. Zum einen ist es der Autorin leider nicht gelungen das Buch durchgängig spannend zu machen. Der Spannungsbogen sinkt immer wieder und es folgen stellenweise sehr zähe und langweilige Passagen. Die Geschichte plätschert dahin, es fehlt das gewisse Etwas, das einem beim Lesen richtig ins Buch zieht und fesselt. 

Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von der jungen Crash erzählt. Bereits nach kurzer Zeit wird klar, dass sie kein perfektes und glückliches Leben hat, sondern bereits einiges einstecken musste. Auch die anderen Jugendlichen kämpfen mit Problemen, allerdings konnte keine Figur richtig überzeugen. Irgendwie bleiben alle blass ohne Ecken und Kanten. Erst im Laufe des Buches wird verraten warum die einzelnen Personen ans Ende der Welt geschickt wurden, anstatt großer Überraschungen sind die Straftaten doch eher banal und alltäglich. 

Der Schreibstil der Autorin Katja Brandis lässt sich gut lesen und die Wortwahl und der Stil passen zu einem Jugendbuch. Die Beschreibungen sind klar und man merkt das sich die Autorin gut über ihren Handlungsort informiert hat und sehr gute Recherchearbeit geleistet hat. Die Autorin nimmt in dem Buch auch auf aktuelle Entwicklungen Bezug und verknüpft diese geschickt mit ihrer fiktiven Geschichte. Das Nachwort und Glossar ist interessant zu lesen. 

Fazit: Eine interessante Idee, ein exotischer, gut recherchierter Handlungsort, doch leider bleiben die Figuren eher farblos und die Spannung kann nicht durchgängig gehalten werden. 

Bewertung:
2,5 von 5 Punkten

WERBUNG:
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Herzlichen Dank an Beltz & Gelberg und   für die Bereitstellung eines Rezi Exemplars! 

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